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19. Februar – Spätwinterjacke

Draussen ist es viel zu kalt und zu nass, um den Fasnachtsumzug anschauen zu gehen. Stattdessen verkroch ich mich heute ein paar Stunden ins Atelier und habe den schönen, braunen Stoff, den ich vor über einem Jahr im Ausverkauf für sehr wenig Geld gekauft hatte, zu einer Spätwinterjacke verarbeitet.

Sie ist recht lang und leicht tailliert, und leider so schmal und engärmlig geschnitten, dass ich wohl keinen Winterpulli drunter anziehen kann. Normalerweise passen mir Sachen nach ottobre-Schnittmuster wie wenn sie für mich gezeichnet worden wären, das wäre auch hier der Fall gewesen: Ich bin selber schuld, dass die Jacke etwas knapp sitzt. Das Schnittmuster wäre nämlich für leicht dehnbaren Stoff gedacht gewesen. Trotzdem: Schön ist die Jacke geworden, und für über Blusen oder T-Shirts sicher perfekt für die Übergangszeit. Ich habe sogar ein T-Shirt aus dem Kaputzenfutterstoff, das ich dazu anziehen könnte ;-) .

Mitten in der Arbeit ist mir die Nähmaschine kaputt gegangen. So ein Mist aber auch. Zum Glück ist die alte, treue Elna Supermatic in solchen Fällen zuverlässig zur Stelle. Sie kann vieles nicht, was meine “normale” Maschine kann und auf das ich nicht verzichten möchte – aber ich gäbe sie trotzdem nie, nie her!

11. Februar 12: Social Media Kurs

Diese Bild macht zur Zeit wieder einmal die Rund durch die social media Plattformen:

Da Pinterest schon drauf ist, scheint es relativ neu zu sein – dennoch, ein wichtiges Netzwerk fehlt:

Ravelry: I wrote a pattern for a knitted donut.

 

8. Februar 2012: Drechselkurs

Ich habe mir wieder einmal Zeit genommen, einen ganzen Tag lang unter Anleitung zu drechseln, beim Wanderdrechsler. Ich bin immer noch faszinziert davon, wie sich ein Stück Holz mit Hilfe eines Messers in einen Gegenstand verwandelt. Und das Gefühl, wenn man es auf einmal schafft, das Messer so in den Schnitt zu drehen, dass es ganz leicht geht und die Späne ganz lang werden, ist unbeschreiblich.

Ich trau mich noch nicht wirklich, dünnwandig zu drehen. Aber ich mache Fortschritte.  Und ich werde schneller – am ersten Kurstag bin ich am Abend mit einer kleinen Schale heimgekommen, heute sieht das Tagesresultat so aus:

Und das kommt dabei heraus, wenn man beim dünnwandig Drehen allzu mutig ist:

Das gehört einfach dazu. Die abverheiten Stücke erinnern daran, dass Drechseln gar nicht so einfach ist – und dass man auf die gelungenen Stücke umso stolzer sein kann.

Und Brennholz kann man schliesslich immer brauchen…

Tschüss, Olivia

Welcher Teufel hat mich wohl vor drei Jahren geritten, für mich eine Olivia zu stricken? Es ist ein wunderhübsches Jäckchen, Felted Tweed ein tolles Material.

Aber: Die Form dieses Jäckchens sieht nur an schmalen Frauen, besser noch: schmalen, grossen, kleinbusigen Frauen gut aus. Zu mir passt kein einziges dieser drei Kriterien.

Da die Wolle aber wunderbar schön ist, und die Jacke abgesehen von der Anprobe kein einziges Mal getragen wurde, soll sich Olivia nun verwandeln.

Ich finde, sie sieht nun schon ziemlich anders aus. Aus einem Teil der Wolle entsteht zur Zeit ein dunkelgrau-grün-pinkes Kapuzenjäckchen, aus dem Rest und weiteren Felted-Tweed-Resten möchte ich mir einen Pulli stricken. Zum Beispiel so etwas in der Art, einfach mit normalen Ärmeln.

 

18.1.12

In der Morgendämmerung haben die Berge eine seltsam unwirkliche Farbe. Obwohl sie kalt wirken, vermitteln mir Fronalpstock, Glärnisch und Wiggis ein Gefühl von Geborgenheit, wie sie so mytisch blau um mich herumstehen.

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15.1.12

Merke: Nicht in weissen Mädchenschlittschuhen Hockey spielen. Nie, nie, nie wieder! Stürze sind da nämlich vorprogrammiert. Mein armes Knie!

13.1.12

Wie konnte ich nur ohne Siri durchs Leben gehen!

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10.1.12: Heimrösterei

Wir sind unter die Heimröster gegangen:

Bourette-Seide stricken ist hart

Das war harte Arbeit: Ein Seidenpulli, Herrengrösse M-L. Ich habe es etwas enger verstrickt als empfohlen, damit das fertige Teil nicht innert weniger Stunden ausleiert. Vom Reissverschluss einnähen habe ich ganz verstochene Finger. Bevor ich nächstes Mal von Hand einen Reissverschluss einnähe, muss ich mir unbedingt einen Fingerhut kaufen!

Alle  Kanten sind kontrastfarben. Ich habe dafür jeweils beim Anschlagen den einen der beiden Fäden in türkis gewählt, und den Kragen in derselben Farbe abgekettet.

 

3.1.12 – ein Tag an der Drehbank

Nebst einigem an Ausschuss habe ich heute einen kleinen Kerzenständer (für ein Rechaudkerzchen) und einen bös gequetschten kleinen Finger produziert.

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